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 Hermes der Götterbote

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Lilta Anoriën
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BeitragThema: Hermes der Götterbote   So Aug 25, 2013 9:45 pm

Der Gott Hermes (römische Mythologie: Merkur) ging aus der Verbindung zwischen Zeus und Maia hervor. Noch am Tage seiner Geburt in einer Höhle auf dem Berg Kyllene in Arkadien begann Hermes seine eigenen und die Interessen seiner Mutter zu verfolgen. Hermes machte sich auf zur Weide des Apollon , wo seine berühmten weißen Rinder grasten, während seine Mutter sich noch von den Strapazen der Geburt erholte. Fünfzig dieser Rinder stahl Hermes. Dazu ging er zum Verwischen der Spuren äußerst geschickt vor: Er befestigte Rinde bzw. Blätter unter den Hufen der Tiere und unter seinen eigenen Füßen und band Ginster an die Schwänze der Rinder. Es gibt auch Quellen, die besagen, dass Hermes die Rinder rückwärts gehen ließ, um Apollon zu verwirren und die Rinder sicher auf eine Weide in der Nähe seiner Mutter zu führen. Apollon wurde jedoch durch ein Orakel vom Diebstahl, dem Täter und dessen Aufenthaltsort in Kenntnis gesetzt. Er machte sich auf zur Höhle und nahm Hermes trotz Maias Beteuerungen, dass es sich dabei nur um ein unschuldiges Baby handele, mit zum Olymp, damit er dort gerichtet würde. Auf dem Weg zum Olymp erklärte Hermes Apollon, dass er alle Rinder zurückhaben könne, bis auf die beiden, die er den zwölf olympischen Göttern geopfert habe. Auf Apollons Frage, wer denn der zwölfte olympische Gott sei, antwortete Hermes mit „Ich.". Hermes war in diesem Zusammenhang auch der erste, der Tiere als Opfer darbrachte.

Nachdem Hermes Apollon auf seiner Lyra, die er aus einem Schildkrötenpanzer und sieben Saiten aus Schafsdarm gefertigt hatte, vorgespielt hatte, bot ihm dieser seine Rinder im Tausch dafür an. Und als Apollon Hermes auf der von ihm erfundenen Schilfrohrflöte spielen hörte, gab er ihm im Tausch dafür seinen goldenen Hirtenstab und ernannte ihn zum Gott der Hirten.

Die Fähigkeiten von Hermes beeindruckten Zeus. Er tadelte ihn wegen der Lügen und des Diebstahls sanft und ernannte ihn dann zum Herold und zum Beschützer von Verträgen, dem Handel und dem Reisen. Der Hirtenstab von Apollon, der von zwei Schlangen umringt und später als Cadäus oder Äskulapstab bezeichnet wurde, wurde zu einem Erkennungszeichen des Götterboten Hermes (und zu einer späteren Zeit zum Symbol der Ärzte).

Hermes reiste von nun an mit seinem Stab, einem Flügelhelm und Flügelsandalen umher. Und Zeus nahm in (wie er selbst es bereits beansprucht hatte) in den Kreis der olympischen Götter auf. Hermes sorgte ebenfalls dafür, dass seine geliebte Mutter Maia mit auf den Olymp ziehen konnte.

Die volle Wahrheit sagte Hermes nur selten, doch derart unverschämte Lügen wie am Anfang seines Lebens kamen ihm auch nicht mehr über die Lippen. Durch seine geistige Wendigkeit war er für die Rolle des Gottes der Boten, Redner, Reisenden und Diebe prädestiniert.

Hermes lernte die Zukunft vorherzusagen und war ein großer Erfinder. Zu seinen Entwicklungen gehörten die Astronomie, die Zahlen, die Gewichte und Maße, das Boxen, das Turnen und das Alphabet (wobei einige der Meinung sind, dass Kadmos dieses in Griechenland einführte).

Die Seele verstorbener Menschen wurde von Hermes zum Ufer des Unterweltflusses Styx geleitet, wo sie von Charon in einem Nachen (eine Art Einbaum) in Hades Reich übergesetzt wurde.

Ein bekannter Beiname von Hermes ist Argeiphontes, was soviel wie „der den Argos tötete" bedeutet. Dieses ist eine Anspielung auf den hundertäugigen Knecht Argos, der von Hera beauftragt wurde, Zeus Geliebte Io, die in eine junge Kuh verwandelt worden war, zu bewachen, damit sich Zeus ihr nicht nähern konnte. Hermes spielte jedoch - seinem Vater zu Diensten stehend - die Flöte so einschläfernd, dass dem Argos nach und nach die Augen zufielen. Als er vollkommen eingeschlafen war, schlug Hermes ihm den Kopf ab. Hera schmückte anschließend die Schwanzfedern ihres Lieblingsvogels - des Pfaus - mit den Augen des toten Argos.


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Möge das Glück mit euch sein...

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